Fast jeder dürfte sie schon gesehen haben, auf Bildern aus Tokyo und Kyoto, auf Sakeflaschen und Eßstäbchen, auf Speisekarten oder als modischer (wenn auch manchmal inhaltlich schwachsinniger) Aufdruck auf T-Shirts – und natürlich auch beim Iaido: Kanji, die japanischen „Wortzeichen“. Auf den ersten Blick sind sie für den lateinische Buchstaben Gewöhnten nur eine scheinbar willkürliche Ansammlung von Strichen, Linien und Schnörkeln. Und es fällt schwer, sich das Ganze als ein ausgefeiltes, gut funktionierendes Schriftsystem vorzustellen.
