So kommt das Buch »Hagakure« von
Yamamoto Tsunetomo auch heute noch zu Ehren. Designer wünschen sich den richtigen Fokus auf Ihre Aufgaben, ab von intuitiver Belanglosigkeit hin zu gnadenlos konsequenter Erfüllung Ihrer Aufgaben. Weg mit branchenüblicher Procrastination:
Be a samurai, be a samurai designer. Und es steht schon alles im Hagakure beschrieben.
Im internationalen
Smashing Magazine wird sehr ausführlich auf Aspekte von Samuraiart nach Hagakure und der Verbindung zum Arbeitsleben der Designer eingegangen, die ähnlich zu damaligen Zeiten auf dem Schlachtfeld mit den höchsten Belastungen zu kämpfen haben. Okay, wer seinen Job nicht anders auf die Reihe bringen kann?
Es ist nicht die erste Versuch der Adaption historischer Auffassung ins heutige Leben. Wird allerdings der europäische Künstler
Lucio Fontana herangezogen, um seine dadaistisch zerstörerischen »Bilder« zerschlitzter Leinwände als Ausdruck von Samuraitugenden zu zeigen, dann endet für mich eine substanzlose Vereinbarkeit europäischer Kunst mit Samurai-Ethik.
Es wird nicht der letzte Versuch einer dilletantischen Symbiose sein.
Alles auf englisch zu lesen:
How to be a samurai designer.
Seit nun mehr als eineinhalb Jahren befinde ich mich aus beruflichen Gründen in Spanien, genauer gesagt in Valencia, dem Geburtsort der Paella. Dies brachte unglaubliche Veränderungen meines Privat- und Arbeitslebens mit sich und beeinflusste natürlich auch ganz erheblich die Möglichkeit Iai zu trainieren. Konnte ich in Hamburg mindestens zweimal die Woche regelmässig trainieren, bereitete mir hier schon die Kommunikation erhebliche Schwierigkeiten. Zwar gibt es in Valencia sogar ein Iaido-Dojo, aber nach über zehn Jahren Iaido-Training auf hohen Niveau, gelang es mir leider nicht mich wieder auf die Stufe eines Anfängers zu begeben. Meine fehlenden Spanisch-Kenntnisse taten dann noch ihr übriges.
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