Hier möchte ich gerne mal einen meiner Lieblingsmanga vorstellen. Es geht um “Vagabond” von Inoue Takehiko, der dafür mit mehreren Mangapreisen ausgezeichnet wurde. Die Geschichte basiert auf dem Buch “Musahi” von Yoshikawa Eiji und behandelt das Leben eines der grössten Samurais aller Zeit, Myamoto Musashi und seines grössten, da ebenbürtigen Gegners Kojiro Sasaki.
Kai Hoops hat auf einen schönen Film aufmerksam gemacht, in dem die Entstehung eines Katanas dokumentiert ist. Als Schmied wird hier Yoshindo Yoshihara porträtiert.
So kommt das Buch »Hagakure« von Yamamoto Tsunetomo auch heute noch zu Ehren. Designer wünschen sich den richtigen Fokus auf Ihre Aufgaben, ab von intuitiver Belanglosigkeit hin zu gnadenlos konsequenter Erfüllung Ihrer Aufgaben. Weg mit branchenüblicher Procrastination: Be a samurai, be a samurai designer. Und es steht schon alles im Hagakure beschrieben.
Im internationalen Smashing Magazine wird sehr ausführlich auf Aspekte von Samuraiart nach Hagakure und der Verbindung zum Arbeitsleben der Designer eingegangen, die ähnlich zu damaligen Zeiten auf dem Schlachtfeld mit den höchsten Belastungen zu kämpfen haben. Okay, wer seinen Job nicht anders auf die Reihe bringen kann?
Es ist nicht die erste Versuch der Adaption historischer Auffassung ins heutige Leben. Wird allerdings der europäische Künstler Lucio Fontana herangezogen, um seine dadaistisch zerstörerischen »Bilder« zerschlitzter Leinwände als Ausdruck von Samuraitugenden zu zeigen, dann endet für mich eine substanzlose Vereinbarkeit europäischer Kunst mit Samurai-Ethik.
Es wird nicht der letzte Versuch einer dilletantischen Symbiose sein.
Unter diesem Namen hatte sich der Intendant Frank Düwel zum Kultursommer 2009 am 11. Juli in Mölln zusammen mit der Solocellistin der Lübecker Symphoniker Sigrid Strehler und dem Iaido-Meister Karl-Heinz Lübcke (7. Dan Iaido, Renshi) auf ein gewagtes Experiment eingelassen.
Iaido zu der Musik von Johann Sebastian Bach, genauer der Suite II.
Diese Rezension hat einen etwas ungewöhnlichen Beginn. In der Regel beginnen Rezensionen mit einer Übersicht des vorgestellten Buches und setzten die Bekanntheit eines Autors voraus. Im Fall von Dave Lowry ist dies – unverdienterweise – nicht möglich. Kaum jemand in europäischen Budo-Kreisen verbindet etwas mit dem Namen Dave Lowry. Daher möchte ich an dieser Stelle auch anders vorgehen. Ich denke, dies ist auch wichtig, damit „Persimmon Wind“ (Wind, der nach dem Holz der Persimmone duftet – Anm. d. Autors) nicht für Fiktion gehalten wird und die verdiente Wertschätzung erfährt. Wer ist also dieser Dave Lowry? Lowry ist in Missouri, USA aufgewachsen und hat dort in frühen Jahren mit dem Erlernen von Judo und Karate-do begonnen. Durch glückliche Umstände ist er als Schüler des Kenjutsu von einem Vertreter des „Yagyu Shinkage Ryu“ akzeptiert worden. Gegenwärtig lebt Lowry in St. Louis, Missouri, arbeitet dort als Restaurantkritiker und praktiziert Iaido, Aikido und Kenjutsu. Einen Namen in englischsprachigen Budo-Kreisen hat sich Lowry durch zahlreiche Artikel in Journalen wie „Black Belt Magazin“, „Inside Karate“, „Fighting Arts International“ und „Furyu“ als auch durch mehrere Monographien gemacht. Gegenstand seiner Schriften sind die philosophischen Hintergründe, die Geschichte und die (Fehl-)Entwicklungen im Budo. Anders gesagt, wer schon immer Nachfragen zu bestimmten Aspekten des Budo hatte, finden bei Lowry sicherlich Antworten oder zumindest Denkanstöße.